Caring Men ist eine gesellschaftliche Aktion für mehr Gleichstellung in Sorgearbeit. Mit einer künstlerischen Intervention im öffentlichen Raum macht das Projekt sichtbar, wie ungleich Care-Arbeit in Deutschland verteilt ist – und warum Väter eine zentrale Rolle für echte Gleichberechtigung spielen. Dafür werden um den Equal Care Day (1. März 2026) männliche Statuen überall in Deutschland mit Puppen und Tragetüchern ausgestattet und als sorgende Figuren neu gelesen.
Männer übernehmen noch immer deutlich weniger Elternzeit, Pflege- und Sorgearbeit als Frauen. Caring Men stellt diese Ungleichheit öffentlich zur Diskussion und zeigt: Fürsorge ist keine Frage des Geschlechts, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe. Die Aktion verbindet Kunst, Gleichstellungspolitik und öffentliche Debatte, um neue Bilder von Männlichkeit zu schaffen und politische sowie strukturelle Veränderungen anzustoßen.
Caring Men fordert eine gerechtere Verteilung von Elternzeit, bessere Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine höhere Anerkennung von unbezahlter Sorgearbeit in Politik, Arbeitswelt und Gesellschaft.
Caring Men Aktion in
Münster:
📅 28. Februar, 11:00–13:00 Uhr
📅 1. März, 12:00–14:00 Uhr
📍 Bronzestatue von Franz von Fürstenberg,
Domplatz 20–22, direkt am Markt
Kommt vorbei, macht Fotos, diskutiert mit uns über Care-Arbeit, Elternzeit und gleichberechtigte Sorgeverantwortung. Gemeinsam gestalten wir eine Gesellschaft, in der Fürsorge als Stärke gesehen wird.
Die Aktion in Münster wird unterstützt von Kompanera
e.V.



Hinweis: Dies sind aktuell nur Platzhalter - zukünftig finden sich hier Bilder der Aktion.
In Deutschland leisten Frauen deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Die Gender Care Gap – also der Unterschied in der Zeit für unbezahlte Sorge- und Hausarbeit – beträgt etwa 9 Stunden pro Woche zugunsten von Frauen. Das bedeutet: Frauen übernehmen im Durchschnitt rund 44 % mehr unbezahlte Arbeit als Männer.
Auch in Elternzeit und Erwerbsarbeit zeigt sich ein deutliches Ungleichgewicht: In Deutschland nehmen Väter im Schnitt nur wenige Monate Elternzeit, während Mütter deutlich länger aus dem Erwerbsleben aussteigen. Dieses Verteilungsmuster wirkt sich langfristig auf Einkommen, Karrierechancen und Altersversorgung aus. Internationale Studien zeigen zudem, dass eine gleichmäßigere Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit zu höherer Lebenszufriedenheit, besserer partnerschaftlicher Balance und positiverer Entwicklung für Kinder führt (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung).
Aufwertung von Care-Arbeit als fundamentalen Beitrag zur Gesellschaft.
Geteilte Care-Arbeit und gemeinsame Verantwortung als Stärke anerkennen.
Wunsch vieler Männer, mehr Sorge-Arbeit zu leisten, sichtbar machen.
Aufwertung von Care-Berufen (Pflege, Bildung, Soziales) – strukturell und finanziell.
Geteilte Elternzeitmodelle, gesetzlich abgesichert und finanziell attraktiv.
Teilzeitmodelle für alle: partnerschaftliche Arbeitskulturen in Unternehmen, die Care-Arbeit für Männer ermöglichen und fördern.
Sorgende Männlichkeits-Narrative in Politik, Medien und Bildung verankern.
Gewalt als Männlichkeitsmerkmal kulturell dekonstruieren.

Initiatorin der Caring Men Aktion in Deutschland ist Laura Karisch.
Ihre Mission ist es, Care-Arbeit sichtbar zu machen und fairer zu verteilen. Beruflich und privat arbeitet sei dafür, dass eine Arbeits- und Lebenswelt entsteht, in der Menschen gesund, selbstbestimmt und wirtschaftlich erfolgreich bleiben.
Mit Caring Men möchte sie das Thema sorgende Männlichkeiten, geteilte Elternzeit und gemeinsame Verantwortung in den öffentlichen Raum bringen. Die Aktion verbindet Kunst und zivilgesellschaftliches Engagement, um neue Bilder von Männlichkeit zu zeigen und strukturelle Veränderungen in Politik, Arbeitswelt und Gesellschaft anzustoßen.
Das Vorbild unserer Aktion ist die Caring Men Aktion zum Vatertag im Juni 2025 in Österreich >> mehr erfahren